Studiumfinanzierung – Tilgung, Raten, Anbieter

Eine Studiumfinanzierung über einen Kreditgeber sollte man wie eine Investition in eine Anlage oder ein Wirtschaftsgut mit Fremdkapital betrachten. Der Grund für einen Kredit liegt dabei darin, dass zwar momentan der Zeitpunkt der Anschaffung günstig sein mag, aber das nötige Eigenkapital fehlt.

Ähnlich, wie in diesem Beispiel ist es bei der Studiumfinanzierung. Für Sie ist es aufgrund von Alter und Chancen jetzt optimal zu studieren, aber das Geld fürs Studium muss über Fremdkapital, sprich Kredit finanziert werden. Inwiefern nun von den verschiedenen Förderbanken und anderen Anbietern eine solche Studiumfinanzierung bewilligt wird, hängt davon ab, mit welchem Alter man studieren möchte, ob zwischen der Hochschule, an der Sie studieren möchten, und dem Anbieter eine Kooperation besteht und das Studiumstadium. Während Studiengebühren kein Thema sind, gibt es Einschränkungen beim Lebensunterhalt.

Mindestens bis zu sechs Monaten nach der Auszahlungszeit gibt es für den Kreditnehmer keine Rückzahlungspflicht. In dieser Zeit sind nur die Zinsen zu zahlen. Was die Tilgung betrifft, so kann diese flexibel gestaltet werden. Die Tilgungsrate kann man sogar frei wählen, sofern der Kredit innerhalb von 25 Jahren zurückgezahlt wird. Jeweils zum 01.04. und 01.10. kann eine Sonderzahlung geleistet werden, die entweder aus einem Teil der Schulden oder den gesamten Restschulden besteht.

Studiumfinanzierung – Alternativen zum Kredit

Viele Studenten müssen selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen, weil sie von zu Hause ausgezogen sind oder die Eltern die Studiumfinanzierung nicht ganz oder nur teilweise übernehmen können. Neben Studienkrediten und die Hilfe von Eltern gibt es noch andere Möglichkeiten seine Existenz während eines Studiums finanziell abzusichern.

Eine Möglichkeit zur Studiumfinanzierung ist es, staatliche Leistungen nach dem BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) zu beantragen. Voraussetzung ist, dass die Eltern nicht genug Einkommen erzielen, um ihr Kind bei der Studiumfinanzierung vollständig zu unterstützen. Es bekommt also nicht jeder Student Bundesausbildungsförderung.

Eine weitere Möglichkeit ist es, zur Studiumfinanzierung zu jobben. Studenten dürfen max. 20 Stunden pro Woche arbeiten, um hauptberuflich weiterhin als Student zu gelten. In den Semesterferien darf auch mehr gearbeitet werden. Auf diese Weise finanzieren sich viele Studenten ihren Lebensunterhalt während des Studiums.

Schließlich können Studenten, die keinen Anspruch (mehr) auf BAföG haben, einen Mietzuschuss vom regionalen Wohngeldamt erhalten. Bei der Veranlagung der Höhe des Wohngeldes kommt es auf die Höhe der Miete und die monatlichen Einnahmen an.

Letztendlich soll ein Studium nicht wegen mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten scheitern. Mithin können aufgrund des Studentenstatus auch einige Kosten gespart werden. So gibt es zahlreiche Ermäßigungen bei der Krankenkasse, im Kino oder beim Anbieter für den Telefontarif.

Studiumfinanzierung – Studienkredite, Studienfinanzierung, Ausbildungskredite

Vor dem Beginn eines Studiums stellen sich mehrere Fragen. Zuerst natürlich jene nach der Wahl des Faches. Karrierechancen sollten Studierwillige dabei bedenken, allerdings muss auch ein Interesse für die Studienrichtung vorhanden sein. Auch eine passende Universität muss gesucht werden. Ob ein Studium aber dann auch tatsächlich ernsthaft angegangen werden kann, hängt von der Finanzierbarkeit eines solchen ab. In puncto Studiumfinanzierung sind die Möglichkeiten in den letzten Jahren vielfältiger geworden.

Die klassische Studiumfinanzierung ist das BAföG. Die Hälfte davon gibt der Staat als Zuschuss, die andere Hälfte muss nach dem Studium zurückgezahlt werden. Allerdings wird bei diesem sowohl das Einkommen als auch das Vermögen des Antragsstellers angerechnet, zudem werden die Einkommensverhältnisse der Eltern berücksichtigt. Hinzu kommen weitere Beschränkungen: So erhalten nur Studierende BAföG, die bei Beginn der Ausbildung jünger als 30 Jahre alt sind. Außerdem deckt selbst der Höchstbetrag oftmals nicht die Kosten für den Lebensunterhalt ab.

Diese Problematiken sah auch der Gesetzgeber und schuf daher den sogenannten Bildungskredit. Diese Form der Studiumfinanzierung hat mehrere Vorteile: Erstens wird dieser elternunabhängig gezahlt. Das Einkommen der Eltern spielt also keine Rolle. Im Gegensatz zu Privatkrediten sehen sich Studierende zweitens nicht mit einem Schuldenberg konfrontiert. Die Rückzahlungsraten werden nämlich anhand des Einkommens berechnet, welches Studienabgänger erzielen.

Private Kredite sind eine weitere Möglichkeit der Studiumfinanzierung. Mittlerweile bieten viele Institute für Studierende Angebote mit günstigen Konditionen.